Gefäßerkrankungen

Sie haben eine arterielle Verschlusskrankheit (pAVK „periphere arterielle Verschlusskrankheit“). Sicherlich wurde Ihnen die Entstehung und Behandlung von dieser Krankheit bereits erklärt. Falls nicht, werden wir es mit dieser Information nachholen. Weitere Fragen dazu beantworten wir Ihnen gerne während Ihres Aufenthaltes in unserer Klinik.

Entstehung der pAVK

Die pAVK gehört zu den Verkalkungskrankheiten der Gefäße, genauso wie koronare Herzerkrankung (KHK) oder Verkalkung der hirnversorgenden Arterien. Die Verkalkung wurde in den Wänden der Gefäße abgelagert („Plaques“), wodurch sich Engstellen bilden, welche die Blutversorgung reduzieren. Wir unterscheiden – abhängig von der Blutversorgungsstörung – mehrere Stadien der Krankheit, von Schmerzen beim Gehen bis zum Gewebeabsterben der unteren Extremität. In der Entstehung der pAVK spielen die „kardiovaskulären Risikofaktoren“ wie Rauchen, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte eine große Rolle. Die Elimination der Risikofaktoren sowie die Entwicklung eines gesunden Lebensstils, ist eine von den wichtigsten Aufgaben der Rehabilitation.

Die verengten oder verstopften Gefäße sollten geöffnet oder überbrückt werden. Für dieses Ziel stehen Möglichkeiten wie verschiedene Kathetereingriffe, Stentimplantationen oder Bypass Operationen zur Verfügung. Nach den operativen Verfahren ist eine weitere medikamentöse Therapie erforderlich, hauptsächlich sollten die Patientinnen und Patienten Blutverdünnungsmittel und cholesterinsenkende Medikamente einnehmen.

Nach der Operation / Kathetertherapie

Nach der Operation wird in der Regel für Sie eine Anschlussheilhandlung/Anschlussrehabilitation in einer Rehabilitationseinrichtung entweder stationär oder ambulant durchgeführt. Die Wahl der geeigneten Einrichtung für Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lassen Sie sich dabei von Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt beraten. Manchmal ist bei Zustand nach Operationen eine stationäre Rehabilitationsbehandlung aus unserer Sicht geeigneter.

Bei uns im Hause können Rehabilitationsmaßnahmen sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden. Auch besteht die Möglichkeit, nach verkürzter stationärer Phase in die ambulante Rehabilitation zu wechseln und damit den Übergang nach Hause leichter zu machen.

Der Verlauf nach Bypassoperation ist ähnlich wie nach einer Herzklappenoperation. Wichtig ist, dass die Wunden gut verheilen. Dafür haben wir in der Klinik Königsfeld ein „Spezielles Wundmanagement“ eingerichtet. Pflegekräfte mit spezieller Zertifizierung und Fachärztinnen oder -ärzte für Chirurgie stehen dafür zur Verfügung.

Im Verlauf der Rehabilitation merken Sie, dass die Wundschmerzen langsam nachlassen und Ihre Leistungsfähigkeit sich allmählich wieder durch die Therapien steigern lässt.

Die Therapieangebote sind ähnlich wie bei Patientinnen und Patienten mit einem Herzinfarkt. Die sportlichen Belastungen richten sich auch nach der Belastbarkeit, Operationsnarben und nach Ihrem klinischen Zustand.

Während der Rehabilitation

Während der Rehabilitation bekommen die Patientinnen und Patienten ein leistungsangepasstes, individuelles Trainingsprogramm, ergänzt durch Schulungen über die Erkrankung, die Risikofaktoren, Nachsorgeprogamme und Lebensstilveränderungen. Es gibt auch Möglichkeiten für psychologische Unterstützung, beispielsweise Raucherentwöhnung und Stressbewältigung, bei Bedarf mit Einzelgesprächen.

Bei der pAVK verwenden wir spezielles Gehtraining auf dem Laufband oder als Terraintraining. Das regelmäßige Gehtraining ist von hoher Bedeutung für die Verbesserung der Blutversorgung und um die Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke zu erreichen.

Wir empfehlen unseren Patientinnen und Patienten eine regelmäßige Weiterbetreuung von Angiologinnen oder Angilogen beziehungsweise Gefäßchriurginnen oder Gefäßchirurgen. Die Fortführung der Risikoelimination, Lebensstilveränderung und des Gehtrainings, haben eine entscheidende Rolle in der weiteren Prognose der Erkrankung. Neben den Nachsorgeprogrammen der DRV bieten wir unser spezielles Nachsorgeprogramm „RehaPlus+“ den Patientinnen und Patienten an.

Zusatzinformationen

Anschrift

Klinik Königsfeld der Deutschen Rentenversicherung Westfalen

Holthauser Talstraße 2
58256 Ennepetal

Tel.: 02333 9888-0 | Fax: 02333 88603
info@klinik-koenigsfeld.de

Klinikfilm

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